ELIAS

Felix Mendelssohn Bartholdy

Probendisposition

Chor der Herz-Jesu-Kirche

Graz, Sparbersbachgasse 58

 

 

 

 

Montag, 16. April, 19.30-21.30 Uhr

Montag, 23. April, 19.30-21.30 Uhr

Montag 30. April, 19.30-21.30 Uhr

Montag, 7. Mai, 19.30-21.30 Uhr

Montag, 14. Mai, 19.30-21.30 Uhr

Universitätschor, Alte Technik,

Hörsaal XII

Dienstag, 6. März, 19.00-22.00 Uhr

Dienstag, 13. März, 19.00-22.00 Uhr

Dienstag, 20. März, 19.00-22.00 Uhr

Dienstag, 10. April, 19.00-22.00 Uhr

Dienstag, 17. April,, 19.00-22.00 Uhr

Dienstag, 24. April, 19.00-22.00 Uhr

 

Dienstag, 8. Mai, 19.00-22.00 Uhr

Diensatg, 15. Mai, 19.00-22.00 Uhr

Dienstag, 22. Mai, 19.00-22.00 Uhr

Chor des Kulturforums Friesach,

Musikschule Friesach

Samstag, 10. März, 10.00-16.00 Uhr

 

 

 

Samstag, 21. April, 10.00-16.00 Uhr

 

 

Samstag, 12. Mai, 10.00-16.00 Uhr

Freitag, 18. Mai, 18.00-22.00 Uhr

Endproben / Aufführungen

Samstag, 27. Mai, 10.00 Uhr bis Sonntag, 28. Mai, 17.00 Uhr, Probenwochenende in Sinabelkirchen
Dienstag, 29. Mai, 19.00-22.00 Uhr, Alte Technik
Sonntag, 3. Juni, 14.30-18.00 Uhr, Hauptprobe in Herz-Jesu
Donnerstag, 7. Juni, 18.30-22.00 Uhr, Generalprobe in Herz-Jesu
Samstag, 9. Juni, 19.30 Uhr, KONZERT I in Herz-Jesu
Samstag, 16. Juni, 19.00 Uhr, KONZERT II in Friesach / K.  – Dominikaner-Kirche

 

Werkbeschreibung

Bereits 1836 las Mendelssohn seinem Freund Ferdinand Hiller „mit bewegter Stimme“ die Passage Der Herr ging vorüber aus dem Elias-Bericht im 1. Buch der Könige vor (in der Endfassung des Oratoriums Nr. 34). Er fand die Stelle „herrlich für ein Oratorium“.[1]Mendelssohn war von der Gestalt des Elias fasziniert und wünschte sich auch für die eigene Zeit einen derartigen Propheten, „stark, eifrig, auch wohl bös und zornig und finster“ (aus einem Brief an Schubring, 1838[2]). Die erste explizite Ankündigung Mendelssohns, dass er eine Vertonung des Elias-Stoffes plane, findet sich in einem Brief, den er 1837 seinem Jugendfreund Karl Klingemann schrieb.

Zusammen mit Klingemann entwarf er noch im Sommer desselben Jahres innerhalb von zwei Wochen ein Szenarium für den Elias, das Klingemann in der Folge durch eigene Verse und biblische Prosa hätte ergänzen sollen. Dieser reagierte jedoch nicht auf die mehrfachen Bitten Mendelssohns, die Verse zu vollenden. Daher beendete Mendelssohn im Mai 1838 die Zusammenarbeit mit Klingemann und wandte sich stattdessen an den Dessauer Pfarrer Julius Schubring, von dem bereits der Text zu Mendelssohns Paulusstammte.

 Zunächst ruhte die Arbeit jedoch, bis Mendelssohn im Juni 1845 vom Manager des Birmingham Triennial Music Festival eingeladen wurde, dort ein neues Oratorium aufzuführen. Von der Textvorlage Schubrings, der den Stoff neutestamentlich deuten und an vielen Stellen des Textes Hinweise auf Christus einfügen wollte, verwendete Mendelssohn jedoch nur, was seinen eigenen Vorstellungen dienlich war: so z. B. die von Schubring vorgeschlagene Stelle Mt 13,43 LUT, die Grundlage der Nr. 39 wurde. Er wollte sich aber nicht „zu sehr aus der Haltung des (alttestamentlichen) Ganzen entfern[en]“ (Brief an Schubring 3. Februar 1846), gestaltete aber ganz selbstverständlich einen christologischen Ausblick, der das Kommen des Messias prophezeit, nicht nur ein Zugeständnis an Schubring, sondern eine theologisch positionelle Aussage des Komponisten des Paulus und getauften Christen.

War die Arbeit Mendelssohns an dem Stück zunächst von rein künstlerisch-ethischen Ansprüchen geprägt, so musste er nun unter Zeitdruck ein Werk liefern, das dem Rahmen des Birmingham Music Festival gerecht wurde, was zur Folge hatte, dass nach der ersten Aufführung eine tiefgreifende Umarbeitung erfolgte.